September 23, 2022

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An der Notwendigkeit des von Gazprom angekündigten dreitägigen Lieferstopps wird stark gezweifelt.

Energie

An der Notwendigkeit des von Gazprom angekündigten dreitägigen Lieferstopps wird stark gezweifelt.

(dpa) – Die deutsche Bundesnetzagentur hält die von Gazprom angekündigte erneute Wartung der Gas-Pipeline Nord Stream 1 für unbegründet. „Auch diese Wartungsunterbrechung ist für uns technisch nicht nachvollziehbar“, sagte der Präsident der Netzagentur, Klaus Müller, am Dienstag nach einem Gespräch mit Niedersachsens Landesregierung. 

Alle bisherigen Argumente, es liege an den Turbinen von Siemens Energy, halte er für vorgeschoben. Die Erfahrung zeige, dass Russland „nach jeder sogenannten Wartung eine politische Entscheidung getroffen“ habe. „Ob Russland das wieder tun wird, werden wir erst Anfang September wissen“, sagte er. „Wahrscheinlich weiß das auch nur der russische Präsident an der Stelle.“


An employee of Siemens Energy stands on August 3, 2022 next to a turbine of the Nord Stream 1 pipeline at the plant of Siemens Energy in Muelheim an der Ruhr, western Germany, where the engine is stored after maintenance work in Canada. - German Chancellor Olaf Scholz on August 3, 2022 said Russia responsible for blocking the delivery of the turbine it needs to keep gas flowing to Europe. Russian energy giant Gazprom had halted operation of one of the last two operating turbines for the Nord Stream 1 pipeline due to the "technical condition of the engine" and drastically cut gas deliveries to Europe. (Photo by Sascha Schuermann / AFP)

Im Streit um das Bauteil überbieten sich die beiden Parteien mit Song-Vorschlägen zur Situation.


Der russische Staatskonzern Gazprom hatte vergangene Woche mitgeteilt, dass die Gaslieferung über die Ostseepipeline Nord Stream 1 vom 31. August bis zum 2. September unterbrochen werde. In den drei Tagen müsse die einzige funktionierende Turbine der Kompressorstation Portowaja überprüft und überholt werden. Dies solle in Zusammenarbeit mit Spezialisten von Siemens Energy geschehen.

Danach sollten täglich wieder 33 Millionen Kubikmeter Erdgas geliefert werden. Das entspricht den 20 Prozent der täglichen Maximalleistung, auf die Russland die Lieferung schon vor einigen Wochen verringert hat.

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