October 1, 2022

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2020 tötete eine Explosion in Beirut 190 Menschen. Ruinen der Silos am Ort der Explosion, Mahnmal der Katastrophe, stürzten nun weiter ein.

Zwei Jahre nach Explosion

2020 tötete eine Explosion in Beirut 190 Menschen. Ruinen der Silos am Ort der Explosion, Mahnmal der Katastrophe, stürzten nun weiter ein.

(dpa) – Mehr als zwei Jahre nach der Explosionskatastrophe im Hafen der libanesischen Hauptstadt Beirut sind dort weitere Teile der symbolträchtigen Getreidesilos eingestürzt. Über dem Gebiet stieg am Dienstagmorgen eine dichte weiße Rauchwolke auf, wie auf Videos in den sozialen Medien zu sehen war. Beißender Geruch lag in der Luft.

 Viele Libanesen sehen in den Silos ein Symbol für die verheerende Detonation im August 2020. Vor allem Angehörige der Opfer möchten sie als Mahnmal erhalten. Die Regierung will sie hingegen abreißen. Bereits in den vergangenen Wochen waren Teile der Silos eingestürzt, nachdem dort übrig gebliebenes Getreide gebrannt hatte.

Ermittlungen wegen Machtkämpfen blockiert


TOPSHOT - A general view shows the damaged grain silos of Beirut's harbour and its surroundings on August 5, 2020, one day after a powerful twin explosion tore through Lebanon's capital, resulting from the ignition of a huge depot of ammonium nitrate at the city's main port. - Rescuers searched for survivors in Beirut after a cataclysmic explosion at the port sowed devastation across entire neighbourhoods, killing more than 100 people, wounding thousands and plunging Lebanon deeper into crisis. The blast, which appeared to have been caused by a fire igniting 2,750 tonnes of ammonium nitrate left unsecured in a warehouse, was felt as far away as Cyprus, some 150 miles (240 kilometres) to the northwest. (Photo by STR / AFP)

Die gewaltigen Detonationen im Hafen der libanesischen Hauptstadt kamen zu einem für das Land verheerenden Zeitpunkt. Ohne Hilfe aus dem Ausland kann die angeschlagene Zedernrepublik jetzt nicht überleben – eine Analyse.


Bei der Explosion waren mehr als 190 Menschen ums Leben gekommen, rund 6.000 wurden verletzt. Große Teile des Hafens und der umliegenden Wohngebiete wurden zerstört. Der Wiederaufbau kommt nur schleppend voran, vor allem weil Geld fehlt. Der Libanon leidet seit fast drei Jahren unter der schwersten Wirtschaftskrise seiner Geschichte.

Bei der Explosion waren große Mengen der hochexplosiven Chemikalie Ammoniumnitrat detoniert, die über Jahre ohne Schutzmaßnahmen im Hafen gelagert worden waren. Die genaue Ursache ist noch immer unklar. Die offiziellen Ermittlungen stocken, weil sie unter anderem durch Machtkämpfe innerhalb der Regierung blockiert werden. „Auch wenn nur ein Silo stehen bleibt, wird uns dies immer daran erinnern, dass wir uns weiterhin für Gerechtigkeit für die unschuldigen Opfer einsetzen müssen“, sagte William Noun, ein Sprecher der Angehörigen.

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