September 25, 2022

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Dass die Russland-Sanktionen die Uranlieferungen in die EU nicht berühren, ist ein Thema, das die EU-Kommission lieber nicht anspricht.

Russland-Embargo

Annette WELSCH

Annette WELSCH

Dass die Russland-Sanktionen die Uranlieferungen in die EU nicht berühren, ist ein Thema, das die EU-Kommission lieber nicht anspricht.

Europa ist nicht nur von russischen Erdgas- und Ölimporten abhängig: 20,2 Prozent der Uran-Importe in die EU kamen 2020 aus Russland und weitere 19,2 Prozent aus Kasachstan, einem Alliierten von Russland. In der EU gibt es zudem 18 Atomkraftwerke, die nur mit sechseckigen russischen Brennelementen betrieben werden können. Darauf weist der DP-Abgeordnete Max Hahn hin.


Putins Russland stillt mit satten 40 Prozent den Gashunger der Europäischen Union.

Dass die EU von russischem Gas abhängt, ist nicht neu. Dagegen getan hat Europa bislang nichts. Außer ein gutes Verhältnis zu Moskau zu pflegen.


Er wollte von Energieminister Claude Turmes (Déi Gréng) unter anderem wissen, was die EU unternimmt, um sich im Bereich der Atomenergie von Russland freizumachen und wie hoch dieser das Risiko einschätzt, dass Russland ähnlich wie beim Gas den Export stoppt. Was wären die direkten Konsequenzen und die indirekten für Luxemburg?

Turmes bestätigt, dass Russland laut Euratom Supply Agency (ESA 2021) der drittgrößte Lieferant von Uran in die EU ist. Vor allem Bulgarien, Tschechien, Finnland, Ungarn und die Slowakei seien betroffen. „Im Gegensatz zum Embargo für russische fossile Brennstoffe wurde von der EU-Kommission seit Beginn des Krieges sehr wenig thematisiert, dass die Abhängigkeit von russischen Uranlieferungen reduziert werden soll“, schreibt der Minister. 


France's President Emmanuel Macron speaks during the presentation of "France 2030" investment plan at The Elysee Presidential Palace in Paris, on October 12, 2021. - Hydrogen, semiconductors or electric batteries: Emmanuel Macron details on October 12, 2021, the priority sectors of the "France 2030" plan to "bring out the champions of tomorrow", in the face of Chinese and American competition and criticism of the "decline" of France. (Photo by Ludovic MARIN / POOL / AFP)

Emmanuel Macron kündigt den Bau neuer Mini-Reaktoren an. Die Regierung hofft für ihre Atomindustrie auf Finanzhilfen aus Brüssel.


Es gebe im Moment auch keine Sanktionen gegen russische Importe von Kernbrennstoff für zivile Zwecke in die EU. „Die EU-Kommission hat in ihrer Strategie REPowerEU vom Mai 2022 lediglich darauf hingewiesen, dass man Diversifizierungsoptionen prüfen müsste und den betroffenen EU-Mitgliedstaaten zugesichert, sie dabei zu unterstützen.“    

Ansonsten sei nicht vorhersehbar, wie Russland auch in diesem Bereich Energie als Waffe einsetzt – der russische Präsident sei unberechenbar und die EU müsste alles daran setzen, um sich aus der fossilen, aber auch der nuklearen Abhängigkeit zu befreien, betont Turmes. Allerdings nehme der Atomstrom auch einen immer geringeren Anteil an der Stromproduktion in Europa ein, so der Hinweis des Energieministers. 

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