September 25, 2022

[ad_1]

Kostenexplosionen und Verschiebungen überschatteten den Start – aber jetzt zeigt das Weltraumteleskop, was es kann

Nasa

Gemeinsam mit US-Präsident Joe Biden und dessen Vize Kamala Harris hat die US-Raumfahrtbehörde Nasa die „tiefste und schärfste bislang aufgenommene Infrarot-Sicht auf das Universum“ präsentiert.

 (dpa) – Auf der ersten Aufnahme des vor rund einem halben Jahr gestarteten Weltraumteleskops „James Webb“, die am Montag (Ortszeit) im Weißen Haus veröffentlicht wurde, sind Sterne und Galaxien zu sehen. Biden sprach von einem „historischen Tag“, Harris von einem „aufregenden neuen Kapital in der Erforschung unseres Universums“.

Auf dem Bild sei nur „ein kleiner Teil des Universums“ zu sehen, sagte Nasa-Chef Bill Nelson. Seine Erklärung an Biden: „Das Licht, was du auf einem dieser kleinen Flecken siehst, ist seit 13 Milliarden Jahren unterwegs.“ Die Bilder des „James Webb“-Teleskops würden die Welt daran erinnern, „dass Amerika große Dinge tun kann“, sagte Biden. Zugleich gab er zu, dass schon die Vorstellung jener rund 1,5 Millionen Kilometer, die das Teleskop ins All fliegen soll, „mein Gehirn sprengen“.

Das Bild, genannt «Webb's First Deep Field», das als erstes dieses Teleskops veröffentlicht wurde, deckt einen Himmelsausschnitt ab, der etwa so groß ist wie ein Sandkorn, das jemand auf dem Boden in der Hand hält - und enthüllt Tausende von Galaxien in einem winzigen Ausschnitt des riesigen Universums.

Das Bild, genannt «Webb’s First Deep Field», das als erstes dieses Teleskops veröffentlicht wurde, deckt einen Himmelsausschnitt ab, der etwa so groß ist wie ein Sandkorn, das jemand auf dem Boden in der Hand hält – und enthüllt Tausende von Galaxien in einem winzigen Ausschnitt des riesigen Universums.

Foto: DPA/Space Telescope Science Institut

Am Dienstag wollte die Nasa weitere von dem Teleskop aufgenommene Bilder veröffentlichen. Die Farbbilder seien von Vertretern verschiedener an dem Projekt beteiligter Raumfahrtagenturen ausgewählt worden und zeigten unter anderem den sogenannten Carinanebel, eine Art Gaswolke, und den außerhalb unseres Sonnensystems gelegenen Planeten „Wasp-96 b“, hatte die Nasa zuvor mitgeteilt. Die Veröffentlichung der Fotos markiere auch den offiziellen Beginn der wissenschaftlichen Arbeit mit dem bislang größten und leistungsfähigsten Teleskop, das je ins All gebracht wurde.

Eine Art Vorschau hatte die Nasa bereits in der vergangenen Woche präsentiert: den Ausschnitt eines Bildes, auf dem Sterne und Galaxien zu sehen sind, entstanden mit 72 Aufnahmen in einem Zeitraum von 32 Stunden. Es handele sich um „eine der tiefgehendsten Aufnahmen, die je vom Universum gemacht wurden“, hieß es. Eigentlich sei es nur ein von einem Sensor aufgenommenes Testbild, das ursprünglich gar nicht zur Erde geschickt werden sollte – doch zeige es, wozu das Teleskop fähig sein werde.


Arianespace's Ariane 5 rocket with NASA�s James Webb Space Telescope onboard lifts up from the launchpad, at the Europe�s Spaceport, the Guiana Space Center in Kourou, French Guiana, on December 25, 2021. - The telescope, the most powerful space observatory ever built, is now tentatively set for launch on Christmas Day, after decades of waiting. An engineering marvel, it will help answer fundamental questions about the Universe, peering back in time 13 billion years. (Photo by jody amiet / AFP)

Mit dem von den Weltraumbehörden in EU, den USA und Kanada gebauten Teleskop sollen die ältesten Galaxien des Weltalls erkundet werden.


Erste Testbilder hatte das Teleskop bereits vor einigen Monaten zur Erde geschickt, darunter Fotos von einem Stern und ein Selfie. Bei den noch etwas verschwommenen Bildern hatte es sich ebenfalls um Testbilder gehandelt, mit denen bewiesen werden sollte, dass die Kamera und die 18 Spiegelsegmente des Teleskops grundsätzlich funktionieren.

„James Webb“ war am 25. Dezember an Bord einer Ariane-Trägerrakete vom europäischen Weltraum-Bahnhof Kourou in Französisch-Guayana ins All gestartet – nachdem es zuvor Kostenexplosionen und immer neue Verschiebungen gegeben hatte. Die Weltraumagenturen der USA, Kanadas und Europas kooperieren bei dem Projekt.

Das „James Webb Space Telescope“ (JWST) wurde rund 30 Jahre lang entwickelt und kostete schlussendlich etwa 10 Milliarden Dollar (rund 8,8 Milliarden Euro). Es folgt auf das Teleskop „Hubble“, das seit mehr als 30 Jahren im Einsatz ist. Während „Hubble“ im optischen und ultravioletten Bereich arbeitet, untersucht „James Webb“ im infrarotnahen Bereich.

„James Webb“ soll rund 1,5 Millionen Kilometer weit ins All fliegen und unter anderem mit Hilfe eines 25 Quadratmeter großen Spiegels neue Bilder aus dem frühen Universums liefern. Wissenschaftler erhoffen sich von den Aufnahmen des Teleskops unter anderem Erkenntnisse über die Zeit nach dem Urknall vor rund 13,8 Milliarden Jahren. Sie hoffen auf Bilder von Sternen, die älter sind als unser Sonnensystem und vielleicht nicht mehr existieren – und möglicherweise sogar auf Hinweise auf eine zweite Erde. Die Lebensdauer von „James Webb“ ist dabei erstmal auf zehn Jahre angelegt.    

Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema



[ad_2]

Source link

Leave a Reply

Your email address will not be published.