September 27, 2022

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Der Beginn einer großen Liebe: Vor 50 Jahren lernten sich Silvia Sommerlath und Carl Gustaf in München bei den Olympischen Spielen kennen.

Royale Lovestory

Der Beginn einer großen Liebe: Vor 50 Jahren lernten sich Silvia Sommerlath und Carl Gustaf in München bei den Olympischen Spielen kennen.

(dpa) – Man stelle sich das vor: Eine junge Deutsche arbeitet als VIP-Hostess bei den Olympischen Spielen, da läuft ihr ein charmanter Schwede über den Weg, der sich in sie verguckt. Und der ist kein Geringerer als ein Kronprinz, der schon ein Jahr später König seines Landes sein wird. Die beiden verlieben sich, heiraten und stehen seitdem an der Spitze des Königreichs Schweden.

Die spätere Königin Silvia von Schweden (3.v.r.) präsentiert gemeinsam mit anderen Hostessen dem bayerischen Ministerpräsidenten Alfons Goppel (l.) und dem deutschen NOK-Präsidenten Willi Daume (r.) am 10. April 1972 in München die bayerischen Trachten, in denen die Mädchen bei den Olympischen Spielen 1972 in München die Medaillen überreichen werden.

Die spätere Königin Silvia von Schweden (3.v.r.) präsentiert gemeinsam mit anderen Hostessen dem bayerischen Ministerpräsidenten Alfons Goppel (l.) und dem deutschen NOK-Präsidenten Willi Daume (r.) am 10. April 1972 in München die bayerischen Trachten, in denen die Mädchen bei den Olympischen Spielen 1972 in München die Medaillen überreichen werden.

Foto: dpa

Das, was die in Heidelberg geborene Silvia Sommerlath im Sommer 1972 erlebt hat, klingt ein wenig nach Disney-Märchen. Doch es ist der Kaufmannstochter bei den Sommerspielen von München tatsächlich widerfahren. Die Spiele waren am 26. August 1972 eröffnet worden – das Kennenlernen von Schwedens heutigem König Carl XVI. Gustaf (76) und seiner Königin Silvia (78) jährt sich somit nun zum 50. Mal.

Liebe auf den ersten Blick durchs Fernglas

In ihren jeweiligen Königshausbiografien heißt es lediglich, der damalige Kronprinz und Fräulein Sommerlath hätten sich „im Zusammenhang mit“ den Münchner Spielen getroffen. Wie aber unter anderem die schwedische Zeitung „Aftonbladet“ zu berichten wusste, geschah dies bereits bei der Eröffnungsfeier: Der damals 26-jährige Prinz beobachtete die gut zweieinhalb Jahre ältere Silvia dabei mit dem Fernglas – und das, obwohl er nur wenige Meter von ihr entfernt gesessen habe, erzählte Silvia jüngst selbst bei einem Besuch in München. „Ich habe sehr lachen müssen, das war sehr humorvoll.“ Er habe ihr später gestanden: „Da hat es Klick gemacht.“

König Carl XVI. Gustaf von Schweden verlässt mit seiner Braut Silvia nach der Trauung am 19. Juni 1976 die Stockholmer Storkyrken.

König Carl XVI. Gustaf von Schweden verlässt mit seiner Braut Silvia nach der Trauung am 19. Juni 1976 die Stockholmer Storkyrken.

Foto: dpa

Auf einem Cocktail-Empfang am Abend der Eröffnung lud der Kronprinz seine neue Bekanntschaft dann nach „Aftonbladet“-Angaben mittels seines Adjutanten zu einem privaten Familienessen ein. Später ging es weiter in einen Nachtclub, wo sie erstmals gemeinsam fotografiert wurden. Die Beziehung entwickelte sich demnach später im Geheimen per Telefon, dann bei gegenseitigen Besuchen in Schweden und Deutschland.  


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Carl Gustaf wusste nach dem tödlichen Flugzeugabsturz seines Vaters 1947 in Dänemark bereits als Kind, dass er nach seinem Großvater Gustav VI. Adolf den Thron besteigen würde. Schon 1973, nur ein Jahr nach München, war es soweit: Schweden bekam einen neuen, damals erst 27-jährigen König – aber noch ohne Königin an seiner Seite.

Die weltgewandte und sprachbegabte Silvia, die im brasilianischen São Paulo aufgewachsen und als Jugendliche nach Deutschland zurückgekehrt war, sollte das am 19. Juni 1976 ändern: Knapp vier Jahre nach dem Kennenlernen heiratete sie den schwedischen König höchstfeierlich vor 1.200 geladenen Gästen in der Storkyrka in der Altstadt von Stockholm.

Aufnahme aus dem Jahr 2017: König Carl Gustaf von Schweden und Königin Silvia von Schweden.

Aufnahme aus dem Jahr 2017: König Carl Gustaf von Schweden und Königin Silvia von Schweden.

Foto: picture alliance/Tobias Hase/dpa

Abba-Hit zu Ehren von Silvia

Zu Ehren der schönen Deutschen präsentierte die legendäre schwedische Popgruppe Abba am Vorabend in der Stockholmer Oper ihren späteren Welthit „Dancing Queen“, und Silvia wurde mit der Trauung nicht nur zur tanzenden Königin, sondern auch zu einem würdevollen Rückgrat von Schweden. Als Gründerin der World Childhood Foundation kämpft die so kinderliebe wie besonnen auftretende Königsgattin für Kinder, die benachteiligt sind oder missbraucht wurden, und setzt sich darüber hinaus unter anderem auch für Behinderte und Kranke ein.

Im Vergleich zu anderen Königshäusern gelten die Schweden als besonders nahbar – Carl Gustaf musste diese Volksnähe allerdings erst von seiner Gattin lernen. Silvia unterstützt den König in seiner Funktion als Staatsoberhaupt, steht ihm aber auch in Krisen bei. Die größte davon erlebte der Hof sicherlich 2010, als eine unautorisierte Biografie von Besuchen des Königs im Stripclub und einer Affäre mit einer Sängerin berichtete. Silvia schwieg dazu und hielt zu ihrem Mann. In Pandemiezeiten standen sie dann gemeinsam Corona-Infektionen durch und trauerten um Silvias älteren Bruder Walther, der 2020 verstarb. Ein weiterer ihrer drei Brüder, Jörg, war bereits 2006 gestorben.  

Königin Silvia und König Carl Gustaf waren bereits des Öfteren auf Staatsbesuch in Luxemburg. So wie hier im Jahr 1983 an der Seite von Großherzog Jean und Großherzogin Charlotte.

Königin Silvia und König Carl Gustaf waren bereits des Öfteren auf Staatsbesuch in Luxemburg. So wie hier im Jahr 1983 an der Seite von Großherzog Jean und Großherzogin Charlotte.

Foto: Lé Sibenaler – Phototèque de la VdL

Frauen an die Macht

Carl Gustaf und Silvia haben drei Kinder, die ihnen insgesamt acht Enkel geschenkt haben: Kronprinzessin Victoria (45), Prinz Carl Philip (43) und Prinzessin Madeleine (40). Victoria und ihr Ehemann Prinz Daniel (48) haben in den vergangenen Jahren viele Aufgaben von Carl Gustaf und Silvia übernommen, und mit ihnen wird eine weibliche Zukunft im ohnehin feministischen Schweden eingeläutet: Victoria wird eines Tages ihren Vater auf dem Thron beerben, auf sie soll dann in ferner Zukunft einmal ihre Tochter Prinzessin Estelle (10) folgen. 

Die Zukunft des schwedischen Königshauses ist somit weiblich. Bis dahin werden Carl Gustaf und Silvia das skandinavische Land weiter ehren- wie stimmungsvoll vertreten, wie sie jüngst bei einem besonderen Konzert bewiesen: Bei der Weltpremiere der Show „Abba Voyage“ Ende Mai in London saßen sie ganz volksnah mitten im Publikum – und standen sogar auf, um noch einmal zu Abba zu tanzen.

Royale Rasselbande: Prinzessin Estelle, Kronprinzessin Victoria, Prinz Alexander, Prinzessin Sofia mit Prinz Julian, Prinz Carl Philipp, Prinz Gabriel, König Carl Gustaf, Prinzessin Leonore, Prinz Oscar, Königin Silvia, Prinz Daniel, Prinzessin Adrienne, Prinzessin Madeleine, ihr Mann Chris O'Neill und Prinz Nicolas (v.l.n.r).

Royale Rasselbande: Prinzessin Estelle, Kronprinzessin Victoria, Prinz Alexander, Prinzessin Sofia mit Prinz Julian, Prinz Carl Philipp, Prinz Gabriel, König Carl Gustaf, Prinzessin Leonore, Prinz Oscar, Königin Silvia, Prinz Daniel, Prinzessin Adrienne, Prinzessin Madeleine, ihr Mann Chris O’Neill und Prinz Nicolas (v.l.n.r).

Foto: Jonas Ekstromer/Kungl.Hovstatern

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